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Wimpelkette nähen - einfach & anfängerfreundlich

Eine Wimpelkette nähen ist ein wunderbares Projekt für Nähanfänger*innen und Fortgeschrittene gleichermaßen. Mit nur wenigen Materialien und einfachen Nähschritten entsteht im Handumdrehen eine dekorative Kette, die jedem Raum oder Garten eine persönliche und fröhliche Note verleiht. Ob fürs Kinderzimmer, für Feste, zur Einschulung oder als liebevolles Geschenk - Wimpelketten sind vielseitig einsetzbar und individuell gestaltbar. In dieser Anleitung zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deine eigene Wimpelkette nähst und dabei kreativ mit Stoffen und Farben spielen kannst.

Geeignete Stoffe

Für den Innenbereich:

  • Baumwolle
  • Popeline
  • Canvas
  • Jeans
  • Cord

Für den Außenbereich:

  • beschichtete Baumwolle 
  • PUL Stoffe - sind atmungsaktive und wasserdichte Stoffe aus Polyester, deren linke Stoffseite mit Polyurethan laminiert ist.
  • Wachstuch

Weitere Materialien für das Nähen deiner Wimpelkette

  • Stoffschere oder Rollschneider
  • Lineal und Schneiderkreide
  • festes Papier oder Pappe für die Schnittschablone
  • Stecknadeln oder Stoffklammern
  • Schrägband - gekauft oder selbst gefertigt (siehe Blogbeitrag "Schrägband selbst gemacht")
  • und natürlich Nähmaschine, Nähgarn und Bügeleisen
  • empfehlenswert ist ein Polyesternähgarn der Stärke 100 sowie eine Universal-Nähnadel der Stärke 80

Schritt

Fertige eine Schablone und schneide die Wimpel zu

Zeichne ein Dreieck in deiner gewünschten Größe inklusiver 1 cm Nahtzugabe (z.B. 18 cm breit und 23 cm hoch) auf Papier oder Pappe und nutze es als Schablone.

Schneide pro Wimpel 2 Stoffteile (für Vorder- und Rückseite) aus dem gleichen Stoff oder auch völlig verschieden zu.

Ein fertiger Wimpel hat eine Breite von ca. 16 cm. Für eine Wimpelkette von 1,60 m benötigst du 8 bis 10 Wimpel, je nach Anordnung.


Schritt

Wimpel nähen

  • Lege jeweils 2 Dreiecke rechts auf rechts zusammen.
  • Fixiere sie dir mit Nadeln oder Stoffklammern.
  • Nähe die langen beiden Seiten mit einem Geradstich zusammen (Nahtzugabe 1 cm)
  • Verriegle die Naht am Anfang und zum Schluss.
  • Die obere Kante bleibt offen.
  • Nähe die Spitze korrekt aus.
  • Dafür hebst du den Nähfuß an, wobei die Nadel im Stoff bleibt.
  • Jetzt kannst du den Wimpel in die Gegenrichtung drehen, ohne dass der Stoff verrutscht.
  • Senke den Nähfuß wieder ab und nähe die Seite zu Ende.
  • Alle Wimpel werden so einzeln zusammengenäht.

Schritt

Spitze ausschneiden und Wimpel wenden

  • Schneide zuerst bis ca. 2 mm vor die Naht die Spitze gerade ab
  • Danach verschneide schräg nach oben beide Seiten von der Spitze aus. Beachte auch hier, dass noch mindestens 2 mm Nahtzugabe bestehen bleiben.
  • Wende den Wimpel auf die rechte Seite
  • Schiebe vorsichtig die Spitze heraus. Nehme eine Schneiderahle oder eine Schere zur Hilfe.
  • Bügel den Wimpel gut aus.
  • Bei beschichteten Stoffen lege ein Baumwolltuch oder einen Bogen Backpapier über den Wimpel und bügle nur kurz darüber.
  • Schneide die überstehenden beidseitigen Ecken ab.
  • Fertige jeden Wimpel nach den vorangegangen Arbeitsschritten an.
  • Sortiere alle Wimpel in der gewünschten Reihenfolge.

Schritt

Wimpel annähen

Nun benötigen wir das Schrägband.

  • Du kannst es selbst nach dieser Anleitung Schrägband anfertigen. 
  • Ebenso kannst du ein fertiges Schrägband im Einzelhandel kaufen.

Schiebe die Wimpel mit der offenen Kante in das Schrägband ein und nähe das Band zusammen. Du kannst sie  aneinander oder mit einem kleinen gleichmäßigen Abstand anordnen. Lasse beidseitig das Schrägband etwas überstehen, damit du später die Wimpelkette damit befestigen kannst.

 

Bei Nähanfänger*innen gelingt das Einnähen der Wimpel in das Band oft nicht gleich auf Anhieb. Versuche die Variante, welche ich dir in den nächsten Schritten erkläre und du wirst damit ein besseres Ergebnis erzielen!

 

 

Ich zeige dir hier noch eine Möglichkeit, wie es dir leichter gelingt, die Wimpel perfekt einzunähen. Jedoch ist diese Methode etwas aufwendiger, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

  • Falte das Schrägband auf. Das Schrägband sollte komplett eingebügelt sein und 3 Brüche haben. Ansonsten bügle es entsprechend ein.
  • Stecke das Schrägband an der oberen Kante von den gleichmäßig angeordneten Wimpeln im ersten Bruch fest.
  • Lasse am Anfang und Ende der Kette das Schrägband ca. 40 bis 50 cm überstehen. Das benötigst du später zur Befestigung der Wimpelkette.
  • Nähe mit einem Geradstich genau im Bruch vom Schrägband alle Wimpel an.
  • Nun drehst du die Wimpelkette auf die andere Seite.
  • Falte das Schrägband zusammen und stecke es dir mit Nadeln oder Stoffklammern fest. Somit verhinderst du, dass das Schrägband beim Annähen verrutscht und sich keine Weite verschiebt.
  • Nähe anschließend das Band mit einem Geradstich von der Oberseite fest. Versuche dabei Ober- und Unterseite gleichmäßig zu vernähen.

Falls du das Schrägband auf der Unterseite nicht immer gefasst hast, sind die Wimpel durch die erste Hilfsnaht trotzdem fest eingenäht.

  • Die Öffnungen der beiden Enden kannst du ganz einfach mit einem Knoten versehen.

 

 

Wimpelketten sind echte Allrounder und vielseitig einsetzbar, als Dekoration, Feiern und Anlässe, für Kinder und auch als Geschenkidee.

Für was werden Wimpelketten verwendet?

Dekoration

  • Kinderzimmer
  • Babyzimmer
  • Näh- oder Bastelzimmer
  • Fenster, Regale oder Wände

Feiern & Anlässe

  • Geburtstag
  • Einschulung
  • Taufe
  • Hochzeit
  • Gartenparty

Für Kinder

  • Lern- und Spielzimmer
  • Kita & Schule
  • Kinderfeste
  • Themenpartys

Geschenkidee

  • Zur Geburt
  • Zum Schulanfang
  • Als personalisiertes Geschenk mit Namen oder Datum

Eine Wimpelkette nähen ist nicht schwer, zudem kannst du deine Stoffreste zu einer tollen Dekoration verwandeln. Die Wimpel kannst du zusätzlich verzieren mit Knöpfen, Borten oder auch Buchstaben - hier werden deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Probiere es aus und widme dich diesem fröhlichen und bunten Nähprojekt!

Teile deine Erfahrungen:

  • wie bist du mit der Anleitung zurecht gekommen
  • bist du zufrieden mit deinem Ergebnis
  • was hat dir Schwierigkeiten bereitet

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